Helgoland

Im Sommer haben wir eine wunderbare Woche in Helgoland verbracht. Auf einer Tour von Krems über Regensburg, Ostfriesland, die Norderney bis nach Helgoland konnten wir die herbe Schönheit der kargen, wilden Landschaft und viele liebenswürdige Menschen kennenlernen.
Helgoland ist ein staatlich anerkanntes Seeheilbad. Geologische Sehenswürdigkeiten sind unter anderem die "Lange Anna" und der Lummenfelsen. Die der Hauptinsel vorgelagerte und per Fähre zu erreichende Düne ist bevorzugtes Ziel derjenigen Urlauber, die nicht nur als Tagestouristen auf Helgoland verweilen und vor dem täglichen Touri-Anstrom dorthin "flüchten". Auf der Düne teilen sich die Badegäste an manchen Tagen den Strand mit einigen Robben, die ihre Scheu gegenüber Menschen weitgehend abgelegt haben. Trotzdem ist Vorsicht geboten, weil sie nicht-domestizierte Tiere bleiben, die sehr ungemütlich werden können, wenn man Ihnen zu nah kommt. Es empfiehlt sich entsprechenden Abstand zu halten. Auf der Düne befindet sich auch der kleine Flugplatz (Flugplatz Helgoland-Düne), von dem aus in etwa 20 bis 30 Minuten das deutsche Festland erreicht werden kann.
Für weiterführende Informationen zum Fremdenverkehr auf der Düne siehe Düne-Tourismus.
Eine in Deutschland einmalige Touristenattraktion ist das Ausbooten von den Fähren zur Landungsbrücke. Dies ist erforderlich, da der Hafen nicht genügend Platz für die bis zu 10 Seebäderschiffe bietet. Eine Ausnahme bilden die schnellen Katamaranfähren, die die typischen Tagestouristen beispielsweise von Borkum und Norddeich/Norderney nach Helgoland bringen und den Südhafen direkt ansteuern.
In der Wintersaison von Oktober bis März steuern die wenigen Seebäderschiffe ebenfalls direkt den Südhafen an. Ein Ausbooten wäre in dieser Jahreszeit nicht besonders reizvoll und je nach Witterung auch zu gefährlich. In der Wintersaison gibt es auch nur eine regelmäßige Schiffs-Verbindung zum Festland, diese stellt derzeit, ausgehend von Cuxhaven, die Funny Girl mehrmals wöchentlich sicher.
Weiterhin sind gut 400 m der alten unterirdischen und mehrere Kilometer langen Bunkeranlagen und Schutzräume in Führungen begehbar. Die genaue Zahl und Länge der unterirdischen Gänge auf der Insel sind nach wie vor unbekannt.
Ein sehenswertes Gebäude ist die St. Nicolai-Kirche auf dem Oberland mit einigen alten und neuen künstlerischen Ausstattungen.
Nicht als Sehenswürdigkeit gedacht, aber bei nautischem Interesse sehenswert, ist der größte Seenotkreuzer der DGzRS, die "Hermann Marwede", sowie als Beispiel für ein SWATH der Lotsen-Tender (abwechselnd "Duhnen" und "Döse").
In einer Ausgabe der Sendung Genial Daneben wurde behauptet, es gäbe am Strand von Helgoland eine Fußgängerampel, die vor zur Landung ansetzenden Privatflugzeugen warnen soll. Dies entspricht den Tatsachen.