Bulgarien

Nessebar ging aus einer thrakischen Siedlung hervor und wurde im späten 6./frühen 5. Jahrhundert v. Chr. von Griechen besiedelt. Die Altstadt von Nessebar ist Freilichtmuseum und komplexes Denkmal der Städtebaukunst. Mit ihren bedeutenden Bauwerken und ihrer einmaligen Lage ist die Stadt in das UNESCO Welt-Kultur und Naturerbe aufgenommen und eines der 100 nationalen touristischen Objekte in Bulgarien.

Scherawna (auch Zheravna, Žeravna oder Jeravna geschrieben, bulgarisch Жеравна) ist ein ostbulgarisches Dorf am Fuße des Balkangebirges in der Gemeinde Kotel im Bezirk/Oblast Sliwen. Die alten Häuser sind wegen ihrer einzigartigen Architektur unter Denkmalschutz (Architektur-Reservat) gestellt und vom Bulgarischen Tourismusverband zur Nummer 56 der 100 nationalen touristischen Objekte des Landes ernannt worden.

Kotel (bulgarisch Котел) ist eine Stadt in Zentralbulgarien in der Oblast Sliwen, 72 km nordöstlich von Sliwen. Nach Sliwen und Nowa Sagora ist Kotel die drittgrößte Stadt in der Oblast Sliwen. Kotel ist administratives Zentrum der gleichnamigen Gemeinde Kotel.
Die Stadt ist ein Touristenzentrum und die Altstadt steht unter Denkmalschutz.

Sosopol ging aus der griechischen Kolonie Apollonia hervor und ist zusammen mit Nessebar eine der ältesten Städte Bulgariens. Von der Antike bis ins 17. Jahrhundert war Sosopol eine florierende Handelsstadt. Sie hatte den Ruf einer Winzer- und Fischerstadt und war ein wichtiger Hafen für den Umschlag von Getreide aus Thrakien. Seit der Spätantike entwickelte sich die Stadt zu einem Bischofssitz, dem im Mittelalter mehrere Klöster in der Stadt und in der Umgebung unterstanden. Von der Antike bis in das erste Viertel des 20. Jahrhunderts war Sosopol eine Stadt mit überwiegend griechischer Bevölkerung.

Der Ropotamo ist ein Fluss in Bulgarien. Im Südosten von Burgas, zwischen Sosopol und Primorsko, auf einer Fläche von etwa 100 km² liegt die Mündung des Flusses Ropotamo, ein noch junges Naturschutzgebiet. Früher war es das Jagdgebiet der kommunistischen Eliten und lange unzugänglich.

Nördlich der Stadt befindet sich der Naturpark „Pomorie-See“, der Teil des Projekts „Feuchtgebiete Burgas“ ist. Im See, der eigentlich eine Lagune ist, überwintern viele bedrohte Vogelarten, die den östlichen Nord-Süd Migrationsweg der Zugvögel, die Via Pontica, nutzen. Im Naturschutzgebiet befinden sich mehrere Vogelbeobachtungsstellen, die frei zugänglich sind.

Burgas, auch Bourgas, ist mit 232.264 Einwohnern (Stand März 2011) die viertgrößte Stadt Bulgariens. Die Stadt ist der Verwaltungssitz der gleichnamigen Provinz Burgas sowie der Gemeinde Burgas. Als Industrie- und Hafenstadt ist sie das wirtschaftliche, kulturelle und politische Zentrum des gesamten Südostens von Bulgarien. Die Stadt ist führend auf den Gebieten Umwelt und nachhaltige Entwicklung.

Westlich der Stadt ist mit LUKoil Neftochim die größte Raffinerie Südosteuropas und der größte Arbeitgeber Bulgariens angesiedelt. Durch die gute Verkehrsanbindung auf Straßen, Schienen und Gewässern ist Burgas einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte des Landes. Der Hafen Burgas ist der größte Hafen und einzige Rohölhafen Bulgariens sowie der Heimathafen der bulgarischen Übersee-Fischfangflotte, der Schwarzmeermarine und der Küstenwache. Die Stadt ist das Zentrum der bulgarischen Fischfang- und Fischverarbeitungsindustrie. Der Flughafen Burgas ist nach dem Flughafen Sofia der meistfrequentierte Flughafen Bulgariens.

Burgas ist eine touristisch überregional bekannte Stadt. Die geografische Lage zwischen mehreren unter Naturschutz stehenden Seen, das Schwarze Meer, die antiken und mittelalterlichen Siedlungen und die Festivals ziehen nicht nur Besucher aus den Balkanländern, sondern aus ganz Europa und Asien an. Die Kathedrale der Heiligen Brüder Kiril und Methodius und das Naturschutzgebiet Poda wurden in die Liste der 100 nationalen touristischen Objekte in Bulgarien aufgenommen. Das Kloster Sweta Anastasia auf der vorgelagerten gleichnamigen Insel ist das einzige im Schwarzen Meer erhaltene mittelalterliche Inselkloster.

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